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Es war im Jahre 1933, als die Großeltern der jetzigen Besitzer und Betreiber Josef und Maria Springer mit Ihrer Tochter Maria in St. Margarethen das Haus Nr. 61 ankauften. Das bereits seit vielen Jahren als Gasthaus genutzte Anwesen hatte bereits ein wechselvolle Geschichte hinter sich und ist in der Jahrhundertwende Opfer eines Feuers geworden.

 

Josef und Maria Springer sind aus Kärnten, ganz genau aus Gmünd in die Südsteiermark gezogen. Bereits dort haben sie ein Gasthaus betrieben, das hauptsächlich von Maria Springer geführt wurde, Josef Springer war von Beruf Maurerpolier.

 

Nach dem Ankauf wurde das ziemlich heruntergewirtschaftete Haus renoviert und es entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem für damalige Begriffe recht ansehnlichen Betrieb.

 

Es war nach Erzählungen von Zeitzeugen in den späten 30iger Jahren das "erste Haus am Platz". 

 

Während und nach den Wirren des 2. Weltkrieges wurde das Gasthaus Springer erfolgreich weitergeführt und es war speziell der Tanz am Margarethensonntag (unser Kirchweihfest am 3. Wochenende im Juli) das heute noch vielen in bester Erinnerung ist. So manche Freundschaften wurde dabei geschlossen und so manche prägenden und "schlagenden" Erlebnisse sind heute noch Gesprächsthema bei unseren älteren Mitbürgern.

 

In den 70iger und 80iger Jahren ging die Führung des Gasthauses auf Frau Maria Wiedner, die Mutter der derzeitigen Besitzer über. Sie erledigte alle Arbeiten mehr oder minder allein und es war zu diesem Zeitpunkt nicht geplant, das Gasthaus überhaupt weiterzuführen. Aus diesem Grund wurde der Betrieb auf ein Mindestmaß reduziert und es ist nur dem Engagement von Maria Wiedner zu danken, das die Grundstrukturen und die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen erhalten blieben.

 

Nach fast zwei Jahrzehnten Alleinarbeit in Haus und Hof wollten Maria Wiedner sowie die jetzigen Betreiber Karl und Andrea Wiedner das Gasthaus verpachten. Beide Nachfolger haben einen völlig anderen Berufsweg eingeschlagen und trugen sich vorerst nicht mit dem Gedanken den Betrieb des Gasthauses selbst zu übernehmen. 1986 hat Frau Maria Maier das Gasthaus in Pacht genommen und mit zwei Partnern umgebaut und neu eröffnet.

 

Das Experiment der Verpachtung ging nicht ganz ein halbes Jahr gut und in einer Nacht und Nebel Aktion wurde das Haus geräumt und die Pächter sind auf "Nimmerwiedersehen" verschwunden. Zurückgeblieben ist ein halbleeres und notdürftig renoviertes Gebäude.

 

Im Frühjahr des Jahres 1987 entschlossen sich nun Karl und Andrea WIEDNER das Schicksal des Hauses selbst in die Hand zu nehmen. Die Grundidee war die Adaptierung eines kleinen Kaffeehauses, das nebenbei betrieben werden kann. Es wurde neu geplant, umgebaut, völlig neu eingerichtet und die Infrastruktur des Hauses auf den Stand der Technik gebracht. So stand einer Neueröffnung als STEIRERCAFE WIEDNER im Sommer 1987 nichts mehr im Wege.

Aus dem kleinen Cafe, das so nebenbei betrieben werden sollte, ist im Laufe der Zeit ein Betrieb geworden, der sich des Zuspruches der Gäste aus dem Ort aber auch aus den Nachbarbezirken erfreut. Eines der Erfolgsrezepte ist eine gemütliche Atmosphäre, dazu das Eis aus damals einer kleinen Soft Eis Maschine und die nach wenigen Wochen ab der Eröffnung noch im bescheidenen Umfang produzierten Torten. Angefangen damit hat Frau Cäcilia Siener, die damit eigentlich den Tortenboom beim Wiedner ausgelöst hat.
In den Jahren 1992 bis 1994 wurde auch eine Filiale in Wagna, in der Marburgerstraße geführt. Leider konnte das Erfolgsrezept von Lebring nicht auf die Filiale übertragen werden, sodass nach zwei Jahren die Filiale weitergegeben wurde.

 

Nach der Abgabe der Filiale und dem wirtschaftlichen Erfolg im Stammbetrieb in Lebring entschlossen sich die Inhaber des Hauses zu einem großzügigen Erweiterungsbau. So wurde in den Jahren '94 und '95 auf der Nordwestseite ein Zubau getätigt, der den neuen Eingangsbereich, einen neuen Sitzbereich und im ersten Stock für die Dauer eines Jahres ein Solarium umfasst. Dazu wurden Großteile der Haustechnik in diesem Neubau untergebracht. Auf der Südostseite wurde ein Wintergarten angebaut. Dazu wurde der bestehende Garten um einen Terrassenbereich auf der Südseite des Zubaues erweitert. Somit stehen den Gästen des STEIRERCAFES etwa 120 Sitzplätze im Inneren des Hauses und weitere 80 Sitzplätze im Garten und auf der Terrasse zur Verfügung.

 

 

Seit diesem Erweiterungsbau hat sich das STEIRERCAFE zu einem beliebten Treffpunkt für Gäste aus dem gesamten Südwest- und Oststeirischen Raum bis nach Graz entwickelt. Speziell an den Wochenenden treffen sich die Liebhaber der hausgemachten Torten und des ausgezeichneten Eises beim Wiedner. Aber auch während der Woche ist das Haus sehr gut frequentiert, sodass man von einer recht erfolgreichen Geschäftsentwicklung sprechen kann. Die Gäste fühlen sich wohl im Cafe, man trifft sich, man plaudert miteinander und genießt dabei das umfangreiche Angebot des Hauses.

 

In den 90iger Jahren wurde eine Konzertreihe veranstaltet. Begonnen hat alles mit einem Mega-Konzert der Zillertaler Schürzenjäger im März 1993, welches vom Steierercafe und dem dort ansässigen Spar- und Freizeitclub AKTIV veranstaltet und auf dem Gelände der Firma GADY durchgeführt wurde. Zu diesem Top Termin waren nahezu 5.500 Menschen gekommen. So ein Erfolg macht natürlich Lust auf mehr, so wurden im Laufe der Jahre mehrmals Konzerte mit dem Nockalm Quintett, den Stoakoglern, mit Wolfgang Ambros uvam. durchgeführt. Dazu kamen noch viele kleinere Veranstaltungen wie Discos oder Country Feste. Aber auch an den Sommeraktionen von Radio Steiermark wurde zweimal teilgenommen.

 

Im Sommer 2002 wurde das 15jährige Jubiläum gefeiert. An den zwei Tagen stellten sich zahlreiche Gratulanten ein. Mit Musik von Peter und Werner, mit Spezialitäten vom Grill und als Stargast dem Wetter-Pauli vom ORF Steiermark konnte auf erfolgreiche 15 Jahre zurückgeblickt werden.

 

Seit dem Jänner 2003 wird vom Steirercafe Wiedner auch die Kantine in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring betrieben. Dies ist ein neues Aufgabenfeld bei dem Synergien genutzt werden. Der Blick geht aber nicht nur mit Zufriedenheit in die Vergangenheit sondern auch voller Zuversicht in die Zukunft. Mit den qualitativ hochstehenden Produkten aus unserer Mehlspeisküche und unseren Eismaschinen, sowie einem einladenden Lokal und der freundlichen Bedienung durch unser Personal unter der Führung der Chefin wird ein Besuch im Steierercafe auch in Zukunft ein lohnendes Erlebnis sein.

 

 

 

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